

Die Aktie von Goldman Sachs zeigt seit vielen Jahren einen sehr stabilen übergeordneten Aufwärtstrend. Besonders seit Oktober 2023 hat sich die Dynamik noch einmal deutlich beschleunigt. Damals notierte die Aktie im Bereich von rund 278 USD, inzwischen lief sie zeitweise bis auf etwa 1.150 USD. Das entspricht einem Kursanstieg von rund 300 %. Aus meiner Perspektive ist das zunächst ein klar positives Bild: Der Trend ist intakt, die Aktie zeigt langfristige Stärke und die Value Areas der vergangenen Jahre verschieben sich weiterhin nach oben.
Seit Oktober 2023 lässt sich ein neuer dynamischer Aufwärtstrendkanal erkennen. Dieser Trendkanal verläuft progressiv und bestätigt, dass Goldman Sachs nicht nur seitwärts nach oben getragen wurde, sondern eine echte Neubewertung erlebt hat. Auch die steigenden Value Areas unterstützen diese Sicht. Genau dort liegt aber gleichzeitig das aktuelle Problem. Ein stabiler Trend bleibt nicht automatisch an jeder Stelle attraktiv. Nach einem Anstieg von rund 300 % ist die Aktie kurzfristig bis mittelfristig sehr weit gelaufen. Der Trend ist stark, aber der Einstieg oben im Impuls ist deutlich anspruchsvoller geworden.
Aus Sicht der statistischen Volatilitätsbänder beziehungsweise der statistischen Schwankungsbreite war Goldman Sachs oberhalb von 1.100 USD klar überdehnt. Die Aktie handelte nicht nur am oberen Rand ihrer Ausdehnung, sondern auch deutlich oberhalb der Value Area High des aktuellen Jahres. Damit war der Kurs aus mehreren Perspektiven nicht mehr günstig verortet. Meiner Meinung nach ist genau das der entscheidende Punkt: Eine starke Aktie kann trotzdem zu teuer sein. Wer in solchen Bereichen noch auf neue Long-Impulse setzt, handelt häufig nicht mehr den Trendbeginn, sondern das späte Ende eines bereits weit gelaufenen Impulses.
Die anschließende Korrektur fiel mit temporär über 12 % bereits spürbar aus. Stabilisieren konnte sich Goldman Sachs zunächst am Point of Control des aktuellen Jahres bei rund 927 USD. Dieser Bereich ist wichtig, weil dort innerhalb der aktuellen Jahresstruktur besonders viel Volumen gehandelt wurde. Der POC kann deshalb als erster zentraler Magnet und Reaktionsbereich dienen. So ordne ich das aktuell ein: Die Aktie hat bereits eine erste sinnvolle Korrektur gezeigt, aber nach dem vorherigen Anstieg muss damit nicht zwangsläufig das gesamte Rücklaufpotenzial ausgeschöpft sein.
Ein deutlich interessanterer Unterstützungsbereich liegt tiefer zwischen 871 und 845 USD. Dort treffen mehrere wichtige Referenzen aufeinander. Im Bereich um 870 bis 880 USD verläuft die Value Area Low des aktuellen Jahres. Etwas darunter, rund um 850 bis 845 USD, liegt die Value Area High des vorherigen Jahres. Zusätzlich läuft die untere statistische Volatilitätsbandbreite grob zwischen 860 und 814 USD. Genau diese Überlagerung macht den Bereich besonders spannend. Dort wäre Goldman Sachs nicht mehr teuer, sondern deutlich näher an einer faireren und potenziell attraktiveren Rücklaufverortung.
Noch eine weitere Referenz unterstützt dieses Korrekturszenario. Legt man einen Anchored VWAP auf das wichtige Korrekturtief vom 7. April 2025, das im Umfeld der damaligen Zollvolatilität entstand, ergibt sich auf Schlusskursbasis ein volumengewichteter Durchschnitt im Bereich von rund 833 USD. Auch diese Marke liegt nahe der tieferen Unterstützungszone. Das bedeutet nicht, dass Goldman Sachs zwingend dorthin fallen muss. Es wäre aber ein ideales Korrekturszenario, wenn die Aktie in diesen Bereich zurückläuft und dort untergeordnet Stabilisierung, Absorption oder eine klare Umkehrstruktur zeigt. Erst dann würde ein Reversal auf Stundenbasis aus meiner Sicht wieder wirklich spannend.

Die Aktie von Goldman Sachs hat ihre Korrektur wie erwartet weiter nach unten ausgedehnt und nähert sich zunehmend einem strategisch interessanten Preisbereich. Aktuell bewegt sie sich in Richtung der Value-Area-Low des laufenden Jahres und damit näher an den unfairen Preisbereich, der auf Basis von rund 70 Prozent des gehandelten Volumens zwischen 857 und 1.032 USD liegt. Zusätzlich befinden sich bei etwa 836 USD sowohl die ATR-Schwankungsbänder als auch eine Anchored VWAP. Genau diese Kombination macht die Aktie für mich zunehmend relevant.
Entscheidend ist dabei der übergeordnete Kontext. Selbst wenn Goldman Sachs noch etwas tiefer korrigieren sollte, bleibt der mittel- bis langfristige Aufwärtstrend bislang intakt. Damit entsteht eine strategisch deutlich attraktivere Konstellation als in Phasen, in denen die Aktie bereits stark gelaufen ist: ein grundsätzlich aufwärtsgerichteter Trend trifft auf eine zunehmend tiefe Verortung. Das ist aus meiner Sicht wesentlich interessanter, als in starkes Momentum hinein nahe der Hochs zu kaufen.
Wie wichtig dieser Unterschied ist, hat sich bereits im Bereich um den 22. Juni gezeigt. Damals wirkte das starke Momentum zwar bestätigend, gleichzeitig war die Aktie aber bereits teuer verortet. Anschließend folgte eine Korrektur von knapp 23 Prozent. Genau deshalb wird Goldman Sachs jetzt wieder spannender: Je tiefer die Aktie in den relevanten Volumen- und VWAP-Bereich hineinläuft, desto interessanter wird die Ausgangslage für eine mögliche mittelfristige Trendfortsetzung.
Herzliche Grüße aus Berlin,
Dennis Gürtler.
Diese Information wurde von Pepperstone GmbH bereitgestellt. CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 76,1 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Diese Inhalte stellen keine unabhängige Finanzanalyse dar, sondern gehören zu unserer Werbemitteilung. Folglich sind die gesetzlichen und regulatorischen Bestimmungen, die sich auf unabhängige Finanzanalysen beziehen, nicht auf diese Website und unsere Kommunikation anwendbar. Diese Inhalte (unabhängig davon, ob sie Meinungen wiedergeben oder nicht) dienen nur der allgemeinen Information und berücksichtigen Ihre persönlichen Umstände oder Ziele nicht. Obwohl die in dieser Werbemitteilung enthaltenen Informationen aus Quellen, welche als verlässlich betrachtet werden können, bezogen wurden, gewährleisten weder Pepperstone noch der Autor die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen. Alle Informationen sind nur indikativ, können ohne vorherige Mitteilung abgeändert werden und können jederzeit veraltet sein. Weder Pepperstone noch der Autor übernehmen Haftung für Verluste. Informationen über die frühere Wertentwicklung eines Finanzinstruments lassen keine verlässliche Schlussfolgerung auf die zukünftige Entwicklung zu. Die Rendite kann infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen kann.