
DAX Aktuell und Prognose: Der DAX bleibt momentumseitig klar bullisch, und entsprechend setzt sich die Aufwärtsbewegung zunächst fort. Gleichzeitig notiert der Markt jedoch weiterhin außerhalb der Value Area – sowohl bezogen auf die aktuelle Woche als auch auf den aktuellen Monat. Genau daraus entsteht die Konfliktlage: Das steigende Momentum spielt sich in einem „unfairen“ Preisbereich ab, also oberhalb des fairen Preisniveaus, was den Markt anfälliger für schnelle Rücksetzungen macht, sobald Akzeptanz ausbleibt oder ein externer Trigger dazukommt. Man kann solche Situationen handeln, aber das ist ein deutlich anspruchsvolleres Umfeld, weil das Chancen-Risiko-Profil für neue Longs im Mittelbereich schnell kippt.
Hinzu kommt der Timing-Faktor: Um 14:30 Uhr stehen US-Daten an, und damit ist ein nicht zu unterschätzendes Überraschungspotenzial im Markt. In einer ohnehin teuren Verortung kann so ein Event schneller zu „Flushes“ oder plötzlichen Trendwechseln führen, ohne dass man vorher saubere Vorwarnungen im Chart bekommt. Ich will deshalb nicht in eine Lage geraten, in der ich zwar „recht“ habe, aber am falschen Ort sitze – gerade dann, wenn der Markt außerhalb der Value Area läuft und Volatilität abrupt anspringen kann.
Die Long-Unterstützung bei 24.966 wurde diese Woche erfolgreich angelaufen und sauber abgearbeitet, was die Unterseite als Strukturanker bestätigt. Genau das ist aber auch der Punkt: Der gute Trade lag in der tiefen Verortung – nicht dort, wo der Markt jetzt steht. In der aktuellen Fassung ist es daher ratsam, sich eher an der Seitenlinie zu positionieren und auf neue, bessere Locations zu warten, statt in einem risikohafteren „unfair“-Bereich vor den Daten Aktivität zu erzwingen.
Viel Erfolg,
Ihr Dennis Gürtler.
Einer der wichtigsten Fähigkeiten erfolgreicher Händler ist die Kompetenz mit, Unterstützungen und Widerständen richtig umzugehen. In diesem Beitrag gehe ich darauf ein wie Anfänger, Fortgeschrittene aber auch erfahrene Händler Unterstützungen sowie Widerstände effizient nutzen können. HIER LESEN
Entscheidend ist, den Stop-Loss wie immer sofort auf das Einstiegsniveau nachzuziehen, um das Risiko zu begrenzen. Wie weit dann der potenzielle Trade läuft, entscheidet wie immer der Markt. Gewinnmitnahmen bei +0.5R, +1R und +2R sind in der Regel sinnvoll. Mit „R“ sind Risikoeinheiten gemeint.
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