

Allianz pendelt weiterhin in der Vorjahres-Value, grob 375 € auf der Oberseite und 330 € auf der Unterseite, bei einem seit 2023 stabilen Aufwärtstrend. An der Struktur ist wenig zu rütteln, aber preislich ist das Setup aktuell unattraktiv: Ein möglicher Fehlausbruch auf der Oberseite und die Absorption an der Value Area High sprechen eher dafür, dass günstigere Kurse erst noch erarbeitet werden müssen. Meiner Meinung nach ist hier Geduld die eigentliche Strategie – nicht, weil Allianz „schlecht“ wäre, sondern weil die besten Trades meist unten entstehen.
Der Plan ist klar und bewusst strikt: Ein Einstieg wird erst interessant unterhalb der Value Area Low des Vorjahres, also mindestens unter 333 €, und idealerweise am hervorgehobenen volumengewichteten Durchschnitt bei ~327 €. Das ist das Minimum, weil erst dort der Vorteil sichtbar wird – alles darüber ist eher „mitlaufen“ als „planen“. Optional wird ein tieferer Bereich um 310 € genannt, falls die Bereinigung weitergeht. Entscheidend bleibt: Das sind Bedingungen, keine Wünsche – solange sie nicht erfüllt sind, bleibt die Aktie ein Beobachtungstitel.

Siemens zeigt, warum diese Strenge sinnvoll ist: Die Value Area Low wurde wie gewünscht unterschritten, der Markt hat den fairen Bereich kurz „ausgehebelt“ und anschließend wieder Stärke gezeigt. Das Resultat war ein dynamischer Rebound von etwa 196 € auf über 212 €, also knapp 10 %. Aus meiner Perspektive ist das ein Lehrstück: Der Edge liegt nicht im Erraten des Tiefs, sondern im Warten auf den Moment, in dem der Markt erst übertreibt und dann sichtbar absorbiert.
Trotz des Anstiegs bleibt die übergeordnete Struktur konstruktiv, selbst wenn es noch einmal zu einem Rücksetzer kommt. Solange zentrale Referenzen nicht klar verletzt werden, ist die Korrektur eher trendfortsetzend zu interpretieren als trendbrechend. Der Kern ist die Marktlogik: Ein sauberer Aufwärtstrend „atmet“, und der Rücklauf ist häufig die Phase, in der der nächste Impuls vorbereitet wird. So ordne ich das aktuell ein: Siemens bleibt ein Trendtitel, bei dem Rückläufe interessanter sind als Ausbrüche.

SAP bleibt in der großen Perspektive sehr bullisch: Seit 2009 läuft ein stabiler Trendkanal, der über Jahre hinweg immer wieder Überdehnung und Entlastung produziert. Nach einem starken Impuls ist eine Korrektur nicht nur normal, sondern notwendig, um später wieder einen sauberen Trendfortsatz zu ermöglichen. Selbst wenn kurzfristig noch kein neuer Impuls entsteht, bleibt das Bild konstruktiv, solange die Korrektur geordnet bleibt und nicht in echte Strukturbrüche kippt. Meiner Meinung nach ist SAP damit weiterhin ein „Buy-the-dip“-Kandidat – aber auch hier gilt: erst wenn der Rücklauf in sinnvolle Zonen führt.
Siemens, SAP und Allianz sind grundsätzlich Trendtitel, doch die Setups unterscheiden sich klar. Allianz ist strukturell okay, aber preislich zu teuer – die Einstiegsbedingungen liegen erst unter 333 € bzw. ideal um 327 € (optional 310 €). Siemens hat das gewünschte Muster bereits geliefert: tiefe Korrektur, kurze Übertreibung, dann Reaktion. SAP bleibt langfristig bullisch, aber braucht – wie jeder Trendtitel nach Überdehnung – eine Korrektur, die in faire Bereiche hineinführt. Aus meiner Perspektive bleibt der gemeinsame Nenner simpel: Der Markt muss die Zone erst liefern, bevor der Trade überhaupt existiert.
Herzliche Grüße aus Berlin,
Dennis Gürtler.
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