

DAX Aktuell und Prognose: Der DAX konnte gestern und auch heute wie erwartet an der Widerstandsmarke reagieren, sodass einige Shortpositionen sauber abgewickelt werden konnten. Damit ist der unmittelbare Oberseiten-Edge jedoch zunächst „verbraucht“: Für den heutigen Tag sind neue Shorts aus meiner Sicht nur dann wieder relevant, wenn der Markt nochmals deutlich ansteigt und in eine frische, oberseitige Verortung hineinläuft. Dieses Fenster liegt aktuell im Bereich 24.470 bis 24.500 Punkte – erst dort entsteht wieder ein Setup mit tragfähigem Chancen-Risiko-Profil, statt ein Hinterher-Short im Mittelbereich.
Auf der Long-Seite ist die Lage durch die vorherige Überdehnung ebenfalls unattraktiv. Neue Longpositionen lassen sich nicht „einfach so“ begründen, weil der Markt für einen antizyklischen Ansatz erst eine tiefere Korrektur liefern muss, die den Preis wieder in eine solide, asymmetrische Support-Verortung zurückführt. Für mich beginnt diese Logik frühestens bei 23.490 Punkten. Ohne diesen Rücklauf wäre ein Long eher ein Versuch, nicht ein Setup – und genau das möchte ich vermeiden.
Damit ist heute ein Tag, an dem der Markt sehr gut „zwischen den Stühlen“ hängen kann: vermutlich weder läuft er sauber in die oberen Short-Zonen, noch liefert er die tiefe Korrektur für die Long-Seite. Trotzdem gilt: „Never say never“. Gerade nach starken Moves kann Volatilität plötzlich zurückkehren, und dann steht man schnell zu früh oder am falschen Ort. Deshalb bleibt die einzige stabile Leitplanke die Regelbindung: Zonen müssen erreicht werden, Bestätigung muss sichtbar sein, und ohne Verortung gibt es keinen Trade.
Der Gedankengang ist damit bewusst nüchtern: Der Short an den Widerständen ist abgearbeitet, ein neuer Short braucht neue Höchststände bzw. einen Lauf in die definierten Widerstandsbereiche. Longs benötigen eine deutlich tiefere Korrektur, weil der Markt dafür aktuell noch nicht „günstig“ genug verortet ist. Und genau diese Erkenntnis ist wichtig: Nicht jede Marktphase bietet einen strategischen Vorteil – und das zu akzeptieren ist oft der größte Performance-Hebel.
Viel Erfolg,
Ihr Dennis Gürtler.
Einer der wichtigsten Fähigkeiten erfolgreicher Händler ist die Kompetenz mit, Unterstützungen und Widerständen richtig umzugehen. In diesem Beitrag gehe ich darauf ein wie Anfänger, Fortgeschrittene aber auch erfahrene Händler Unterstützungen sowie Widerstände effizient nutzen können. HIER LESEN
Entscheidend ist, den Stop-Loss wie immer sofort auf das Einstiegsniveau nachzuziehen, um das Risiko zu begrenzen. Wie weit dann der potenzielle Trade läuft, entscheidet wie immer der Markt. Gewinnmitnahmen bei +0.5R, +1R und +2R sind in der Regel sinnvoll. Mit „R“ sind Risikoeinheiten gemeint.
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