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Oil

Ölpreis negativ - zum ersten Mal in der Geschichte

Matteo Paganini
Matteo Paganini
Chefanalyst
Apr 21, 2020
Zum ersten Mal in der Geschichte ging der Ölpreis in den negativen Bereich. Die WTI-Futures berührten am Verfallstag im Mai den Vergleichs- oder Abrechnungspreis von -37 Dollar pro Barrel.

Diejenigen, die das Öl gekauft hatten, waren also bereit zu zahlen, um die Verträge verkaufen zu können, sie in ihremem Portfolio hatte - um nicht physisch mit Öl beliefert zu werden. Das ist eine Marktverzerrung, die auftritt, wenn die Kosten im Zusammenhang mit dem Rohstoff (Produktion, Transport und Lagerung) höher sind als der Preis des Rohstoffs selbst.

Wir haben gestern Morgen auf CNBC darüber gesprochen: die Spannungen am Ölmarkt sind enorm, wir sind weit von einer strukturellen Erholung der Nachfrage entfernt, wobei das Überangebot seine Auswirkungen zeigt und nicht einmal die zweite Phase im Zusammenhang mit der Pandemie (die stückweise Aufhebung des Lockdowns in einigen Staaten) in der Lage zu sein scheint, diese zu mildern. Alle Versuche, den Ölpreis wieder in Gang zu bringen, sind gescheitert.

Da der Ölpreis für den Mai-Kontrakt gesunken ist, hatten wir den Juni-Kotakt bei etwa 23 USD pro Barrel und den Juli-Kontrakt bei 27 USD - was zeigt, dass der Ölmarkt bei den längeren Laufzeiten entspannter ist und mit späteren Anstiegen beim Ölpreis rechnet. Aber wir müssen jetzt sehr sorgfältig auf die Entwicklung der gesamten Situation achten. Währenddessen kommt von Trump die Mitteilung, dass die Vereinigten Staaten 75 Millionen Barrel kaufen, um sie in Reserve zu halten. Trump erklärt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei, um günstig Öl zu kaufen und einzulagern.

Ölpreis: Der Markt hat nicht reagiert

Der Rest des Marktes reagierte aber nicht wie erwartet. Die Aktienmärkte blieben zunächst auf dem Niveau von gestern, verkauften dann heute vormittag ab. Die Märkte - und damit die Kapitalströme, konzentrieren sich hoffnungsvoll stärker auf die Lösungen. In Europa hofft man auf diese Lösungen, die der Europäische Rat am 23. April vorschlagen wird. Sichere Häfen wie der Schweizer Franken werden daher noch nicht verstärkt gekauft - obwohl wir warnen und extreme Aufmerksamkeit gegenüber dem Schweizer Franken gegenüber dem Euro predigen, der versuchen könnte, unter 1,0500 zu sinken, mit möglichen Interventionen der SNB. Die Schweizer Notenbank dürfte versuchen, die Stärke der Schweizer Währung einzudämmen. Morgen werden wir uns dem Thema Währungsmarkt verstärkt widmen..

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