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Die aktuelle Woche: Leitfaden für Trader - liegt die Fed hinter der Kurve?

Chris Weston
Chris Weston
Head of Research
Nov 15, 2021
Die Inflationsdebatte ist nach wie vor das heißeste Eisen - sie sorgt für eine höhere Volatilität an den Zins- und Anleihemärkten, während die Volatilität an den Devisenmärkten leicht zunimmt.

Die wichtigsten Ereignisse, die diese Woche im Vordergrund stehen:

  • Anträge auf Arbeitslosenunterstützung im Vereinigten Königreich (Dienstag 8:00 Uhr) und Verbraucherpreisindex für Oktober (Mittwoch 8:00 Uhr)
  • US-Einzelhandelsumsätze (Dienstag 14:30 Uhr), Reden der Fed und EZB die ganze Woche über mit dem Höhepunkt des stellvertretenden Vorsitzenden Clarida (Freitag 18:15 Uhr) FED und EZB-Präsidentin Lagarde (Dienstag 17:10 Uhr und Freitag 9:00 Uhr und 19:00 Uhr)

Die Aktienmärkte sind jedoch noch ruhig, da der VIX aktuell bei 16,3 % liegt und die Nachfrage nach Absicherungen gegen einen möglichen Drawdown sinkt.

Diese Divergenz bei der impliziten Volatilität in den verschiedenen Anlageklassen bleibt ein wichtiges Gesprächsthema, aber es besteht kein Zweifel daran, dass das Boot noch nicht kippt, da die Korrelationen zwischen den Aktien fast bei Null liegen und die zyklischen Sektoren (des S&P 500) sich immer noch gut gegenüber den defensiven Sektoren behaupten.

Sollte sich der Spread bei den hochverzinslichen US-Krediten auf über 273 Basispunkte gegenüber den 10-jährigen US-Staatsanleihen (derzeit 267 Basispunkte) erhöhen, dürften Aktien wieder in den Fokus der Investoren rücken.

Diese Dynamik kann sich nun ändern, insbesondere wenn Mitte Dezember die Schuldenobergrenze ins Spiel kommt aber welche Anzeichen sind mittelfristig zu erwarten?

Eine höhere Volatilität wird die Bedingungen für Leerverkäufer von Aktien wesentlich günstiger machen und die Dynamik an den Devisenmärkten verändern, mit einer erneuten Abwärtsnachfrage nach Devisen mit hohem Beta (AUD, NZD, CAD und MXN). Der USD wird nicht mehr von prozyklischen Kräften - d.h. der relativen Wirtschaftslage und den Zinssätzen - angetrieben werden, sondern als sicherer Hafen nachgefragt werden, wovon auch der JPY profitieren dürfte.

Benchmarks für die implizite Volatilität in verschiedenen Anlageklassen

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(Quelle: TradingView)

Beginnen wir mit den Zinsmärkten - wir können etwas mehr als zwei Zinserhöhungen bis Ende 2022 in den US-Fed-Funds-Future einpreisen. Wenn wir theoretisch mehr als drei Zinserhöhungen im Jahr 2022 einpreisen, könnte es für Risikoanlagen problematisch werden. Ein Blick auf die Eurodollar-Zinskurve zeigt ein recht aggressives Tempo der Zinserhöhungen in den Jahren 2022 und 2023, doch dann nimmt das Tempo deutlich ab. Für 2024 und 2025 werden kaum noch Zinserhöhungen eingepreist. Im Wesentlichen sieht der Markt die Zinserhöhungen als vorverlegt an, was darauf hindeutet, dass die Fed nicht dramatisch hinter der Kurve zurückbleibt - ein Faktor, der eine der Hauptdebatten im Makrobereich darstellt.

Wir sehen eine Differenz von 89 Basispunkten zwischen den Eurodollar-Terminkontrakten für Dezember 2025 und Dezember 2022. Wenn sich diese Differenz auf etwa 140 Basispunkte erhöht, könnte dies darauf hindeuten, dass der Markt der Meinung ist, dass die Inflation ein weitaus größeres Problem darstellen wird und Zinserhöhungen in den nächsten vier Jahren aggressiver eingepreist werden könnten.

Orange - 5-Jahres-Terminkurs der USA, weiß - langfristige Punktdiagramm-Projektion der Fed

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(Quelle: TradingView)

Sollte der 5-Jahres-Terminkurs in den USA (die Marktmeinung über den "endgültigen" Leitzins - derzeit 1,94 %) über 2,50 % steigen (die langfristige Dot-Plot-Projektion der Fed), könnte dies ebenfalls ein Auslöser für eine weitaus höhere Volatilität und Risikoaversion sein.

Ein Anstieg auf 2,50 % wird, wenn überhaupt, nicht über Nacht erfolgen und wir müssen echte Beweise dafür sehen, dass die Erwerbsquote in den USA nicht über 62 % steigt, während die Lohnstückkosten hoch bleiben und die Lieferketten sich nur langsam erholen. Sollte sich der Terminkurs jedoch auf 2,5 % zubewegen, könnte ein Faktor sein, den viele Strategen anführen werden, um den VIX über 20 % zu halten.

Der Goldmarkt ist vielleicht eines der klassischeren Anzeichen für Inflationssorgen - dies ist jedoch ein Spiel mit den "realen" (um Inflationserwartungen bereinigten) US-Zinsen, bei dem die Kombination aus einer besseren Wirtschaft im vierten Quartal, rekordverdächtigen negativen US-Realzinsen und steigender Inflation die Goldbullen zu Edelmetallen greifen lässt. Die US-Notenbank muss möglicherweise einen Anstieg der Realzinsen fördern, aber als Nebeneffekt besteht die Gefahr, dass der Aktienmarkt Verkäufer findet - insbesondere bei Wachstumswerten. Ein Durchbruch von -2 % bei den realen 5-Jahres-US-Staatsanleihen nach unten könnte der Auslöser dafür sein, dass der Goldpreis in den Bereich von $1900 und eventuell darüber hinaus steigen könnte.

Wenn die Realzinsen neue Tiefststände erreichen, könnte dies die Inflationsabsicherung beschleunigen, und ein Anstieg der 5-Jahres-Inflationsswaps in den USA über 2,7 % (derzeit 2,55 %) würde auch den Gedanken verstärken, dass die Fed auf der FOMC-Sitzung im Dezember zumindest das Tempo der quantitativen Lockerung radikal reduzieren muss.

Der US-Verbraucherpreisindex für November (Veröffentlichung am 11. Dezember) wird für die Märkte zweifellos ein wichtiges Ereignis sein, und die Anzeichen deuten darauf hin, dass der Preisdruck von den derzeitigen 6,2 % im Jahresvergleich weiter zunehmen wird.

Auch Rohöl und Benzin spielen eine wichtige Rolle bei der Stimmungsbildung - Senatsmehrheitsführer Schumer hat Präsident Biden aufgefordert, einen Teil der strategischen Erdölreserven der USA freizugeben. Dies ist ein Faktor, der ins Gerede gekommen ist, seit die OPEC die Forderungen der USA nach einer Erhöhung der Fördermenge um mehr als 400 000 Barrel zurückgewiesen hat. Die Einmischung von Schumer gießt jedoch nur noch mehr Öl ins Feuer, was den Rohölpreis belasten könnte.

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