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Oil

"Die aktuelle Aufregung um Öl ist groß - Spannung vor dem OPEC+ Treffen"

Luke Suddards
Luke Suddards
Research Strategist
Mar 29, 2021
Wir werfen einen Blick auf die Fakten, die Händler am Ölmarkt vor dem OPEC+-Treffen am Donnerstag wissen sollten.

Es wäre nachvollziehbar, wenn Händler von der wilden Achterbahnfahrt des Ölpreises in der letzten Woche etwas seekrank geworden wären. Volatilität war an der Tagesordnung und der Preis bewegte sich innerhalb eines Tages um fast 6,2 %. Die großen Verkäufe der letzten Woche wurden auf systematische Investoren (CTAs) zurückgeführt. Diese Adressen lösten ihre Positionen auf als Stop-Losses in Folge der Volatilität ausgelöst wurden. Kurzfristige Momentum-Indikatoren wie der 21-Tage-EMA und der 50-Tage-SMA wurden durchbrochen. Der Bereich um Rohöl bleibt derzeit einer der interessantesten Märkte. Drohnenangriffe und festgefahrene Tanker im Suez-Kanal - Öl scheint aktuell im Rampenlicht zu stehen. Im Folgenden werden die wichtigsten Dynamiken untersucht, die Händler aktuell im Auge haben sollten.

Fokus auf dem OPEC+ Treffen

Das Hauptereignis dieser Woche wird das OPEC+-Treffen am Donnerstag sein, bei dem die Erwartungshaltung eine weitere Verlängerung der Produktionskürzungen vorsieht. Bei der Sitzung am 4. März schloss der Preis knapp unter $67, heute liegt er bei $64,37. Angesichts der Schwäche und Volatilität der Preise, die wir in letzter Zeit gesehen haben, scheint es immer wahrscheinlicher zu werden, dass eine weitere Drosselung der Produktion eingeleitet werden könnte . Wichtig zu wissen ist, dass Russland eine Verschiebung der Produktion von April auf Mai unterstützt und für sich selbst eine kleine Produktionserhöhung im Mai anstrebt - so die Quellen von Reuters. Das Risiko dieses Ereignisses könnte tatsächlich in die Richtung von tieferen Kürzungen tendiert (wenn der Ölpreis im Vorfeld des Treffens weiter nachgibt), was zu einer reflexartigen Reaktion der Preise nach oben führen würde. Letzte Woche bestätigten gut platzierte OPEC+-Quellen die Erwartung, dass die Angebotskürzungen bis in den Mai hinein bestehen bleiben sollten, da sich der Ölpreis nicht stabilisiert hat. Die Schieferölproduktion in den USA ist ein weiteres Teil des Ölpuzzles, das die OPEC+ versuchen muss, in Ordnung zu bringen. Es scheint, dass die Schieferölproduktion nun ihren Höhepunkt erreicht hat, da die Unternehmen ihre Barmittel dazu verwenden, Kapital an Investoren zurückzugeben, Schulden zu tilgen und Fusionen und Übernahmen (Konsolidierung der Branche) zu tätigen, anstatt sie in neue Investitionsprojekte zu stecken. Interessanterweise ist der No Oil Producing and Exporting Cartels Act (NOPEC) wieder im Spiel, da eine Gruppe von US-Senatoren die Gesetzgebung wieder eingeführt hat, die es der Regierung ermöglicht, gegen die OPEC auf der Grundlage von Preisabsprachen vorzugehen.

Die andere wichtige Nachricht ist die Situation im Suezkanal. Der Mammut-Tanker „Ever Given“ wurde teilweise befreit und der Vorsitzende der Suezkanal-Behörde sagte dem ägyptischen Staatsfernsehen, dass die Schifffahrt am Montagnachmittag wieder aufgenommen werden könne. Erschwert wurden die Bemühungen, das Schiff zu bewegen, durch Felsstrukturen, die am Bug des Schiffes gefunden wurden. Das Worst-Case-Szenario, dass das Schiff während des Entladens der Ladung zerbricht, um das Gewicht des Schiffes zu reduzieren (falls das Wiederflottmachen fehlschlägt), scheint nun abgewendet zu sein. Dies würde helfen, den großen Stau im Welthandel aufzulösen. Um die Bedeutung des Suezkanals zu verdeutlichen, gehen einige Schätzungen davon aus, dass die Menge des zurückgehaltenen Öls etwa 10 Mio. Barrel beträgt. Eine Analyse von Lloyd's, die von der Financial Times veröffentlicht wurde, ergab, dass im Jahr 2018 täglich 4,6 Mio. Barrel durch den Kanal transportiert wurden.

An der geopolitischen Front hat Saudi-Arabien den Houthi-Rebellen kürzlich einen Waffenstillstand vorgeschlagen, um die Flut von Drohnenangriffen auf saudische Öleinrichtungen einzudämmen. Dies würde sicherlich dazu beitragen, einen Teil der im Ölpreis enthaltenen geopolitischen Risikoprämie zu reduzieren. Es scheint jedoch, dass diese Friedensbemühungen zurückgewiesen wurden, da ein Ölterminal am Freitag durch einen Drohnenangriff beschädigt wurde. Die Befürchtung, dass der Khurais-Angriff 2019 den Rohölpreis in die Höhe treiben könnte, ist immer ein Restrisiko, das in den Hinterköpfen der Händler verbleibt.

Die Nachfrageseite der Ölgleichung stand aufgrund der sich verschlechternden Virussituation in Europa sowie in Brasilien und Indien unter Druck. Außerdem fanden in China größere Wartungsarbeiten an den Raffinerien statt als erwartet, was zu der geringeren Nachfrage der US-Raffinerien aufgrund des jüngsten Texas Deep Freeze beitrug. Trotz dieser Ungewissheit scheint der CEO von Saudi Aramco unbeeindruckt und ist sehr optimistisch, was die künftige Ölnachfrage angeht. Die Dollar-Stärke und die schwächere Risikostimmung infolge des Ausverkaufs an den Aktienmärkten könnten sich ebenfalls negativ auf die zinsbullische Preisentwicklung auswirken. Auf der Angebotsseite hat es der Iran geschafft, seine Ölexporte trotz der US-Sanktionen zu erhöhen, was das Gesamtangebot auf dem Markt vergrößert. Nach dem Aufbau in der letzten Woche sind die US-Rohöllagerbestände nun schon die fünfte Woche in Folge gestiegen.

Aktuelle Charttechnik

Die Kursbewegung beim Ölpreis scheint aktuell zwischen 62 $ und 65 $ stecken zu bleiben. Ein Ausbruch auf einer der beiden Seiten zieht mehr direktionale Impulse an. Der Preis bewegt sich unter der 65 $-Marke, wobei der Widerstand auf der Oberseite in Form des 21-Tage-EMA und der unteren Linie des aufsteigenden Kanals besteht. Der RSI liegt ebenfalls knapp unter dem 53er Widerstand. Sollten sich eine Bewegung zurück in den Preiskanal abbilden, könnte man die $67-Marke als erstes Kursziel ins Auge fassen. Abwärtsunterstützung liegt bei 62,50 $ (50-Tage-SMA) und der weiß gestrichelten horizontalen Unterstützungslinie um 62 $. Sollte der Preis das Tief vom 23. März bei 60,30 $ erreichen, könnte der Ölpreis bis auf 55 $ (nächste Unterstützungslinie) abrutschen. Im Hinblick auf die Saisonalität hat sich der Ölpreis im April historisch gesehen gut entwickelt. Es wird interessant sein zu sehen, in welche Richtung sich der Preis in diesem April entwickelt. Die Tendenz dürfte eher nach oben zeigen.

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Rosa Linie: 21-Tage-EMA; Hellblaue Linie: 50-Tage-SMA; Dunkelblaue Linie: 200-Tage-SMA


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