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Trading anderer Instrumente

Wir bieten Ihnen eine große Auswahl an Instrumenten aus den Bereichen Energie, Agrar-Rohstoffe und Edelmetalle an, und jedes davon hat unterschiedliche Mindest-Trading- und Marginanforderungen, Spreads und Kontraktgrößen. Es gibt auch unterschiedliche Sitzungszeiten, also ist es wichtig, dass Sie diese verstehen, bevor Sie beginnen, mit Rohstoffen zu handeln.

Rohstoffe sind die Eckpfeiler, auf denen die globale Wirtschaft aufbaut. Dabei handelt es sich um Rohmaterialien für Millionen von Produkten, die weltweit hergestellt werden. Rohstoffmärkte und deren Lieferketten führen zu höchst aktiven Märkten, auf denen es viele Möglichkeiten für Trader gibt.

Lassen Sie uns genauer ansehen, welche Rolle Rohstoffe spielen und wie wir diese handeln können.

Wir definieren einen Rohstoff als ein Rohmaterial oder Primärprodukt, das frei käuflich und verkäuflich ist, und wir verwenden den Begriff auch, um zu implizieren, dass etwas jederzeit zu haben und markenfrei ist.

Auswirkungen des US-Dollars

Der US-Dollar ist die globale Leitwährung und die Eigenwährung unserer größten Volkswirtschaft. Als Resultat dessen werden die Preise der meisten Rohstoffe in US-Dollar angegeben und die Rohstoffe selbst in US-Dollar gehandelt. Historisch gesehen resultiert ein starker Dollar oft in fallenden Rohstoffpreisen, wohingegen ein schwächerer Dollar oft steigende Rohstoffpreise nach sich zieht. Wir können diese Beziehung im untenstehenden Chart sehen, in dem der handelsgewichtete US-Dollar oder der Dollar-Index gegen den CRB-Index (verfolgt einen Korb von verbreitet verwendeten Rohstoffen) angezeigt wird.

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Da der Dollar, hier in grün, gestiegen ist, ist der Rohstoffkorb, hier in blau, im Wert gesunken.

Andere wichtige Faktoren bei Rohstoffpreisen

Aufstrebende Märkte

Viele der größten Lagerstätten oder Anbaugebiete von Rohstoffen sind in den Entwicklungs- oder aufstrebenden Märkten zu finden. Länder wie Brasilien, Chile, Nigeria, Südafrika und Saudi-Arabien sind Beispiele für solche Regionen, die eine zentrale Rolle als Zulieferer von Rohstoffen spielen. Der Preis und das Nachfrageniveau ihrer Rohstoffe beeinflusst direkt ihre lokale Wirtschaftsleistung und ihre Währungen.

Angebot und Nachfrage

Die Balance zwischen Angebot und Nachfrage hat den größten Einfluss auf die Preise von Rohstoffen. Wenn das Angebot gut ist und weiter steigt, fallen die Preise typischerweise, bis sie so wieder neue Nachfrage auf dem Markt schaffen. Wenn die Nachfrage hoch ist und vom bestehenden Angebot nicht abgedeckt werden kann, so steigen die Preise der Rohstoffe an, bis ein Punkt erreicht ist, an dem neues Angebot auf dem Markt angezogen wird. Im Vergleich zu Finanzprodukten ist Nachschub bei Rohstoffen möglicherweise nicht immer sofort verfügbar, und der Zeitraum, der für ihre Produktion und Lieferung benötigt wird, kann mehrere Monate umfassen. Das bedeutet, dass Rohstoffpreise von Zeit zu Zeit großen Preisbewegungen unterliegen.

Produktionsstopp

Viele Rohstoffe werden abgebaut oder aus der Erde gefördert, was ein Prozess ist, der stark auf große Zahlen von Arbeitern angewiesen ist. Bergbau-Unternehmen versuchen, die Kosten für den Abbau so gering wie möglich zu halten, und eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist das Drücken der Löhne. Arbeitgeber und Gewerkschaften sind sich nicht immer einig, und dies kann zu Arbeiteraufständen, Streiks und Produktionsstopps führen. Die Preise von Metallen wie Kupfer, Platin und Palladium sind gegenüber Arbeiteraufständen und möglichen Versorgungsengpässen sehr sensibel.

Saisonalität

Argar-Rohstoffe hängen oft von der Saisonalität ab. Nutzpflanzen werden in einem bestimmten Zyklus angepflanzt und geerntet, und es gibt immer wieder Zeiträume im Jahr mit Überschüssen und andere mit relativ geringem Angebot. Jedoch gibt es auch bei Nicht-Agrar-Rohstoffen saisonale Faktoren: Gold z. B. erfährt zu wichtigen Feiertagen und in der Hochzeitssaison in Indien und China eine erhöhte Nachfrage.

Wetter

Das Wetter steht in engem Zusammenhang mit der Saisonalität und kann die Rohstoffpreise auch beeinflussen. Beeinflusst werden meistens Lebensmittel und Agrar-Rohstoffe. Wenn es z. B. in Florida Frost gibt, kann das zu einer Reduktion des Umfanges der Orangenernte und so zu einem Preisanstieg bei Orangensaft führen. Dürre, starker Wind, zu viel Regen, Überflutungen und Seuchen können eine Nutzpflanze oder die Ernte schädigen, das Angebot begrenzen und so die Preise zum Steigen bringen. Wettermuster können aber auch nützlich sein und zu Rekordernten und Überschüssen im Angebot eines Rohstoffs führen, was dann wiederum die Preise sinken lässt, da die Käufer keinen Anreiz haben, gleichviel für das Produkt zu zahlen.

Übermäßige Nachfrage

Von Zeit zu Zeit kann die Nachfrage bzw. die erwartete Nachfrage nach einem bestimmten Rohstoff das verfügbare Angebot schnell übersteigen. Zum Beispiel schlagen in den USA die Preise für Erdgas nach oben aus, wenn die Temperaturen fallen oder erwartet wird, dass sie unter die saisonalen Durchschnittswerte fallen werden. Wenn das der Fall ist, müssen sich Energieunternehmen Gasreserven sichern und befinden sich bald im Wettbewerb mit ihren Konkurrenten sowie anderen Tradern und Spekulanten, die durch das steigende Preismomentum ebenfalls auf den Markt gelockt wurden. Dies kann dazu führen, dass die Preise in die Höhe gezwungen werden.

Einen solchen Ausschlag im Preis konnten wir im November 2018 beobachten. Wir haben ihn im Chart unten dargestellt. Der Ausschlag hielt nur relativ kurz an und entspannte sich bereits wieder Anfang Dezember.

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Jedoch zeigt diese Preisbewegung, dass auch in einem so liquiden Markt wie dem von Erdgas ein Versorgungsengpass oder die Erwartung von übermäßiger Nachfrage die Rohstoffpreise beeinflussen kann. Die Energiemärkte stehen auch in Verbindung mit der Geopolitik. Beispiele dafür sind die US-Sanktionen gegen den Iran und Russland, die direkt auf deren Fähigkeit gerichtet waren, Öl und andere Güter zu exportieren, während Handelsorganisationen wie die OPEX oft versuchen, die Produktion auf den vorher festgelegten Niveaus zu halten.

Große Volkswirtschaften

In den letzten 30 Jahren wurden die Volkswirtschaften der Welt globalisiert. Viele entwickelte Volkswirtschaften bewegten sich in Richtung Dienstleistungen und weg von der Produktion, ein Großteil derer in die kostengünstigeren Zentren Asiens ausgelagert wurde. Profitiert von diesem globalen Trend hat China, das sich schnell zum größten Importeur von Rohstoffen weltweit entwickelte. Die Trends in der chinesischen Volkswirtschaft sind ein immer größerer entscheidender Faktor für die Rohstoffpreise.

Laut Daten aus dem Harvard Atlas of Economic Complexity wurden im Jahr 2016 von China 49,3 USD Mrd. an Eisenerz, 19,7 USD Mrd. an Kupfererz und 109 USD Mrd. an Rohöl- und Rohölprodukten importiert. Dies sind nur drei Beispiele, die zeigen sollen, wie groß die Nachfrage nach Rohstoffen in der chinesischen Wirtschaft ist.

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Die Wachstumsprognosen für China und seine Volkswirtschaft haben direkten Einfluss auf den Ausblick auf eine Vielzahl an Rohstoffpreisen. Zur Zeit der Abfassung dieses Textes fallen diese Prognosen etwas, was wir im Chart oben zum BIP-Wachstum in China sehen können.

Was Sie wissen müssen, bevor Sie Rohstoffe traden.

Um erfolgreich Rohstoffe zu traden, müssen wir die Basismärkte kennenlernen und herausfinden, wer die großen Produzenten sowie Konsumenten eines bestimmten Rohstoffes sind, und verstehen, wie diese Rohstoffe von A nach B transportiert werden.

Es ist auch wichtig zu verstehen, in welchen Produkten die zugrunde liegenden Rohstoffe verwendet werden. So wird Kupfer mit dem Baugewerbe und Elektronik in Verbindung gebracht und Zucker mit der Herstellung von Essen und Süßigkeiten.

Vergessen Sie nicht: Rohstoffen tendieren zu Trends. Wenn diese Trends abbrechen, kehren sich die Richtungen der Rohstoffpreise möglicherweise um. Es ist wichtig, immer alle Preisbewegungen und Nachrichten im Auge zu behalten, die nahelegen könnten, dass bald eine Veränderung stattfinden könnte. Seien Sie bei Ihren offenen Positionen vernünftig bei der Verwendung von Stop-Losses und Geld-Management.

Wie man Gold handelt

Gold ist nicht nur irgendein Rohstoff: Gold ist ein Wohlstandsvorrat und selbst eine Form von Geld. Gold ist rar und wird weltweit für seinen Wert geschätzt. Diese Seltenheit und der globale Wert sind es, die Investoren in Zeiten wirtschaftlicher und politischer Krisen suchen, oder wenn Sie erkennen, welchen Gefahren der Wert von Papiergeld durch Inflation oder das Drucken von Geld ausgesetzt ist.

Aber nicht nur Privatkunden, sondern auch Investoren besitzen Gold. Viele der Zentralbanken dieser Welt besitzen tausende Tonnen davon. Die Zentralbanken verwenden Gold als einen Wohlstandsvorrat und eine Art Geld, um ihre strategischen Reserven unabhängig von internationalen Währungen zu diversifizieren, da Gold oft als unabhängig von vielen anderen Anlageklassen angesehen wird.

Gold wird in der Erde abgebaut und als Rohstoff getradet. Wie bei den meisten Rohstoffe wird der Preis von Gold in US-Dollar angegeben, und auf Grund seiner Seltenheit wird Gold in sogenannten Unzen getradet. Eine Unze entspricht 31,21 Gramm. Ein Kilo Gold besteht aus etwas mehr als 32 Feinunzen.

Verschiedene Faktoren beeinflussen den Preis von Gold, darunter:

  • Der US-Dollar – historisch gesehen senkte ein starker US-Dollar den Goldpreis oft, wohingegen ein schwächerer US-Dollar oft einen Anstieg des Goldpreises hervorrief.
  • Wirtschaftliche, politische und finanzielle Faktoren – abgesehen von seiner Beziehung zur US-Währung wird der Goldpreis auch von Wirtschaftsabschwüngen, politischen Krisen, Kriegen und Handelsspannungen sowie der Rate und dem Trend der globalen Inflation beeinflusst.
  • Volatile Aussichten – als Faustregel gilt: Je volatiler der geopolitische oder wirtschaftliche Ausblick, desto höher ist wahrscheinlich der Goldpreis. Sind die Märkte ruhig, ist die Wirtschaftsleistung der großen Volkswirtschaften konstant gut, und gibt es nur wenige internationale Spannungen, so tendieren die Goldpreise dazu zu sinken.
  • Angebot und Nachfrage – Goldpreise werden zudem von Angebot und Nachfrage beeinflusst. Das Angebot ist begrenzt und die Nachfrage steigt zu der Zeit, zu der in Indien und China Gold als Geschenk zu Hochzeiten und besonderen Feiertagen gekauft wird.
  • Produktion – Streiks und Produktionsstopps in Ländern wie Australien und Südafrika können Goldpreise auch zum Steigen bringen.
  • Industriebezogene Nachfrage – es gibt auch eine steigende Anzahl von Verwendungsmöglichkeiten für Gold in der Industrie, oft in der High-Tech-Elektronik und Medizin.

Die Goldpreise werden von einer großen Anzahl von Faktoren bestimmt, von denen viele voneinander abhängen. Dadurch ist der Goldpreis nur selten gleichbleibend und stellt so ein ideales Instrument für Trader dar. Sie möchten Gold in Ihr Trading-Portfolio aufnehmen? Mehr erfahren

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