
DAX PROGNOSE: Im DAX lassen sich aktuell erste Ermüdungserscheinungen erkennen. Die rückläufige Volatilität deutet auf eine Marktphase hin, in der die Bewegung ruhiger wird, ohne dass die übergeordnete Handelsausrichtung bislang gebrochen wäre. Gerade solche Phasen sind anfällig für Fehleinschätzungen, da der Markt weniger klare Impulse liefert und Bewegungen zunehmend fragmentiert wirken.
Diese Konstellation verleitet viele Marktteilnehmer dazu, frühzeitig auf eine Korrektur zu spekulieren und sich damit gegen die dominante Trendstruktur zu stellen. Solche Ansätze sind statistisch problematisch und enden häufig in Fehlsignalen. Gleichzeitig ist nicht zu übersehen, dass genau diese Marktphase oft ein frühes Warnsignal für eine spätere Korrektur darstellt – allerdings ohne verlässliche zeitliche Einordnung.
Erfahrene Marktteilnehmer fokussieren sich daher auf klar definierte Zonen mit strukturellem Vorteil. Die erste relevante Marke liegt am Point of Control der Vorwoche, der sich mit einer Anchored VWAP im Bereich von rund 25.200 Punkten deckt. Eine zweite, ähnlich bedeutende Zone befindet sich unterhalb der Value Area Low des laufenden Monats Januar, wo eine weitere Anchored VWAP im Bereich von etwa 25.000 Punkten verläuft. Erst dort entsteht wieder ein sauberes Bewertungsumfeld.

DOW JONES PROGNOSE: Ein Blick auf die US-Indizes zeigt, dass sich der Dow Jones derzeit in einer volatilitätsarmen Phase bewegt und kontinuierlich zwischen der Value Area High und Low der laufenden Woche pendelt. Diese enge Seitwärtsbewegung wirkt vor allem auf weniger erfahrene Marktteilnehmer frustrierend, ist jedoch strukturell gut erklärbar. Das übergeordnete Preisniveau ist hoch, der Markt damit klar teuer, was die Dominanz dieser Wochenzonen begünstigt. Im H4-Chart lässt sich das anhand der ATR-Ausdehnungsbänder nachvollziehen, die eine ausgedehnte Marktphase anzeigen, in der auf der Oberseite kaum noch neue Dynamik entsteht.
Gleichzeitig bleibt das Momentum weiterhin aufwärtsgerichtet. Damit treffen zwei gegensätzliche Kräfte aufeinander: eine deutlich überdehnte Bewertung auf der einen Seite und eine intakte Aufwärtsstruktur auf der anderen. In solchen Konstellationen ist es entscheidend, diese Kräfte sauber zu gewichten. Erfahrungsgemäß besitzt Momentum an den Märkten eine höhere Durchsetzungskraft als reine Überdehnung, weshalb Gegentrendansätze statistisch nachteilig bleiben.
Vor diesem Hintergrund konzentriere ich mich weiterhin auf klar definierte Unterstützungszonen. Relevant sind dabei die Zone um 49.000 Punkte im Bereich der Tages-EMA20 und der Anchored VWAP, die zugleich der Value Area High des Dezembers entspricht. Darunter folgt der Bereich zwischen 48.500 und 48.400 Punkten am Point of Control des Dezember-Volumenprofils. Eine weitere, tieferliegende Unterstützung befindet sich bei rund 47.750 Punkten. Erst in diesen Bereichen ergibt sich wieder ein sauberes Chancen-Risiko-Verhältnis.
Viel Erfolg,
Ihr Dennis Gürtler.
Einer der wichtigsten Fähigkeiten erfolgreicher Händler ist die Kompetenz mit, Unterstützungen und Widerständen richtig umzugehen. In diesem Beitrag gehe ich darauf ein wie Anfänger, Fortgeschrittene aber auch erfahrene Händler Unterstützungen sowie Widerstände effizient nutzen können. HIER LESEN
Entscheidend ist, den Stop-Loss wie immer sofort auf das Einstiegsniveau nachzuziehen, um das Risiko zu begrenzen. Wie weit dann der potenzielle Trade läuft, entscheidet wie immer der Markt. Gewinnmitnahmen bei +0.5R, +1R und +2R sind in der Regel sinnvoll. Mit „R“ sind Risikoeinheiten gemeint.
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