

DAX Aktuell und Prognose: Der FDAX bleibt weiterhin verschachtelt seitwärts, was sich besonders am dünnen Momentum ablesen lässt. Das Umfeld wird zusätzlich dadurch „verkantet“, dass die US-Indizes intern gemischt senden und damit die Durchsetzungskraft auf der europäischen Seite bremsen. Für mich ist das ein Markt, der weniger nach Trendfortsetzung aussieht als nach selektiver Zonenarbeit: Momentum ist zwar noch leicht long, aber es trägt eben nicht breit genug, um im Mittelbereich aggressiv zu werden.
Für den heutigen Handelstag bin ich deshalb nur dort bereit, Longs zu öffnen, wo die Struktur objektiv trägt und der Preis in klare Akzeptanzzonen zurückfällt. Primär ist das bei 24.862 Punkten, darunter bei 24.680 Punkten. Der zentrale Anker bleibt die Anchored VWAP bei 24.514 Punkten, die gleichzeitig mit der Value-Area-Low Januar zusammenfällt und damit ein technisch belastbares Cluster bildet. Genau diese Staffelung ist der operative Plan: nicht jagen, sondern Rückläufe abwarten und nur handeln, wenn die Zone „arbeitet“.
Short-Positionen kommen für mich nur bei klarer Überdehnung infrage – und ich bezweifle, dass dieses Regime heute überhaupt erreicht wird. Ein antizyklischer Short-Gedanke entsteht frühestens im Bereich 25.540 Punkte, also erst dann, wenn der Markt statistisch sichtbar aus dem normalen Spielraum herausläuft und ein tragfähiges Chancen-Risiko-Verhältnis überhaupt erst möglich wird. Bis dahin bleibt die Prämisse defensiv: Longs nur an Struktur, Shorts nur im Extrem – alles andere ist in einem verschachtelten Seitwärtsmarkt meist reiner Noise-Trade.
Viel Erfolg,
Ihr Dennis Gürtler.
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Entscheidend ist, den Stop-Loss wie immer sofort auf das Einstiegsniveau nachzuziehen, um das Risiko zu begrenzen. Wie weit dann der potenzielle Trade läuft, entscheidet wie immer der Markt. Gewinnmitnahmen bei +0.5R, +1R und +2R sind in der Regel sinnvoll. Mit „R“ sind Risikoeinheiten gemeint.
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