

DAX Aktuell und Prognose: Der FDAX bleibt ein klassisch „verschachtelter“ Markt: Die Handelsausrichtung ist zwar noch steigend, aber die US-Seite sendet inzwischen deutliche Warnlampen. Vor allem der Dow Jones ist zurück in seine Value Area gekippt – ein Hinweis darauf, dass die Oberseite an Durchsetzungskraft verliert und Akzeptanz höherer Preise ausbleibt. Gleichzeitig „eiert“ der Nasdaq weiter in der Value Area des Vorjahres herum, was in der Praxis selten Trend-Entscheidung bedeutet, dafür aber häufig das Risiko für hektische, richtungswechselnde Moves erhöht. Vor dem Wochenende ist das eine Konstellation, in der Abverkäufe schnell wieder auf den Tisch kommen können, weshalb ich die operative Haltung heute bewusst defensiver ausrichte.
Longs interessieren nur dort, wo Struktur wirklich trägt – nicht im Mittelbereich. Der zentrale Referenzpunkt ist die Anchored VWAP (siehe Chart 2) bei 24.520 Punkten, die zugleich mit der Value-Area-Low des laufenden Jahres zusammenfällt und damit ein belastbares, institutionell sauberes Cluster bildet. Bis dahin fehlen grob 300 Punkte, und genau daraus folgt die Grundhaltung: abwarten, selektiv bleiben, kein Hinterherlaufen in eine Zone, die statistisch eher „Lärm“ als Edge produziert. In diesem Umfeld ist nicht der Trigger das Problem, sondern das Umfeld – ein Trade ohne strukturellen Anker wird schnell zur Wette.

Der TPO-Chart die Seitwärtstendenz sehr klar: Der Markt hängt exakt an der Grenzlinie zwischen Value-Area-Low und Value-Area-High Januar. Solange wir dort festkleben, bleibt das Setup weniger Trend und mehr Geduldsspiel – mit einem asymmetrisch erhöhten Abwärtsrisiko, weil das „Verschachteln“ im Zweifel eher Liquidität aufbaut als Richtung. Ich will deshalb erst sehen, dass der Markt entweder sauber in tragende Unterstützungscluster hineinläuft (für Longs) oder dass die Struktur offensichtlicher kippt, bevor ich progressiver werde. Bis dahin ist Disziplin der klare Vorteil, nicht Aktivität.
Viel Erfolg,
Ihr Dennis Gürtler.
Einer der wichtigsten Fähigkeiten erfolgreicher Händler ist die Kompetenz mit, Unterstützungen und Widerständen richtig umzugehen. In diesem Beitrag gehe ich darauf ein wie Anfänger, Fortgeschrittene aber auch erfahrene Händler Unterstützungen sowie Widerstände effizient nutzen können. HIER LESEN
Entscheidend ist, den Stop-Loss wie immer sofort auf das Einstiegsniveau nachzuziehen, um das Risiko zu begrenzen. Wie weit dann der potenzielle Trade läuft, entscheidet wie immer der Markt. Gewinnmitnahmen bei +0.5R, +1R und +2R sind in der Regel sinnvoll. Mit „R“ sind Risikoeinheiten gemeint.
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