

Auffällig ist, dass die Tages-EMA 200 über einen langen Zeitraum nicht mehr angelaufen wurde – ein Zustand, der historisch selten von Dauer ist. Vor diesem Hintergrund ist das nachlassende Momentum aktuell eher als notwendige Marktbereinigung zu verstehen, nicht als struktureller Trendwechsel.
Trotzdem ist die Korrektur noch nicht abgeschlossen. Die Aktie zeigt weiterhin schwaches Momentum, und die Preisstruktur deutet darauf hin, dass der Markt noch keinen belastbaren Boden gefunden hat. Aus der jetzigen Perspektive befindet sich AMD in einer sensiblen Phase, in der weitere Abgaben durchaus wahrscheinlich sind. Entscheidend ist weniger die kurzfristige Volatilität, sondern die Art und Weise, wie der Markt mit früheren Akzeptanzzonen umgeht. Genau hier beginnt das Setup interessant zu werden.
Ein ähnliches Verhalten war zuletzt bei Adobe zu beobachten, und ein vergleichbares Setup zeigt sich nun auch bei AMD. Die Value Area High und Low des vergangenen Monats, also aus dem Dezember, spielen dabei eine zentrale Rolle. Aktuell sammelt sich zunehmend Volumen außerhalb dieser ehemaligen Fair-Value-Zone. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass der Markt diese Preise nicht mehr akzeptiert und Schwäche weiterhin dominiert. In diesem Kontext ist eine Ausdehnung der Korrektur bis zur Tages-EMA 200 ein realistisches Szenario.
Das bevorzugte Szenario ist ein Rücklauf in den Bereich um 212 US-Dollar. Dort liegt die Value Area Low des vorherigen Monats sowie ein relevanter Volumencluster. Sollte der Markt diesen Bereich anlaufen und dort untergeordnet Schwäche zeigen, ergibt sich ein sauberes Short-Setup in Form eines Abprallers. Wichtig ist dabei, dass kein unkontrolliertes Gap deutlich über diese Zone hinweg entsteht. Alternativ – etwa bei einem starken Overnight-Move – rückt die Value Area High im Bereich von 220 bis 223 US-Dollar in den Fokus. Auch dort wäre ein Short-Szenario denkbar, sofern sich erneut klare Schwächesignale zeigen.
Alle Short-Überlegungen gelten ausdrücklich nur bis zum Erreichen der Tages-EMA 200. In diesem Bereich dürfte sich das übergeordnete Long-Narrativ wieder stärker durchsetzen. Ab dort verändert sich der Kontext fundamental, und Short-Setups verlieren ihre Berechtigung. Bis dahin bietet die laufende Korrektur jedoch mehrere taktische Möglichkeiten, um kontrolliert auf der Short-Seite zu agieren – immer reaktiv, niemals prognostisch.
Herzliche Grüße aus Berlin,
Dennis Gürtler.
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