Anleger und Trader suchen beim Einstieg oft die maximale Bestätigung. Je sicherer ein Chart aussieht, desto verlockender scheint der Trade. Doch genau hier lauern gefährliche Fallen, die oft hohe Verluste nach sich ziehen. Die Aktie von Amazon bietet aktuell ein hervorragendes Beispiel dafür, warum offensichtliche charttechnische Muster häufig nicht funktionieren – und warum Trader gerade jetzt aufmerksam sein sollten. In dieser Analyse zeige ich, warum die vermeintlich sichersten Ausbruchstrades oft scheitern, wie Trader aus solchen Fehlern lernen können und welche Kurszonen bei Amazon derzeit besonders attraktiv sind.
Viele Trader lassen sich von klar erscheinenden, prozyklischen Ausbrüchen verführen. Solche Ausbrüche wirken häufig besonders sicher, da sie vermeintlich einen starken Impuls bestätigen. Tatsächlich aber finden diese Breakouts oft genau am Ende eines Impulses statt, also zu dem Zeitpunkt, an dem der Trend bereits überdehnt ist und kurz vor einer starken Korrektur steht. Trader, die hier einsteigen, sind dann oft mit hohen Verlusten konfrontiert.
Rückblickend erscheinen erfolgreiche Ausbrüche zwar logisch und einfach zu handeln. In Echtzeit jedoch stellt sich häufig heraus, dass genau solche vermeintlich sicheren Trades in Verlusten enden.
Der Grund, warum Anleger trotz Erfahrung immer wieder auf diese Fallen hereinfallen, liegt in der menschlichen Psyche: Wir sehnen uns nach Bestätigung und Sicherheit, die ein offensichtlicher Ausbruch scheinbar bietet. Doch je klarer die Chartformation, desto höher die Gefahr, dass sie bereits von professionellen Tradern genutzt wird, um ihre Gewinne mitzunehmen und Positionen abzubauen. Diese sogenannten „Absorptionen“ oder Fehlausbrüche sind charakteristisch für Marktphasen, in denen die Masse in die falsche Richtung positioniert ist.
Anstatt sich in überdehnten Marktsituationen auf vermeintlich sichere Trades einzulassen, empfiehlt sich der umgekehrte Ansatz: der Einstieg aus der Korrektur heraus. Diese Trades fühlen sich zwar emotional zunächst unangenehmer an, weil sie gegen die kurzfristige Richtung erfolgen, doch bieten sie deutlich bessere Chancen auf nachhaltige Gewinne. Denn nach jeder Korrektur folgt meist ein neuer, kräftiger Impuls – also genau jene Phase, die Trader für ihre Gewinne nutzen möchten.
Die Amazon-Aktie illustriert aktuell perfekt diesen Punkt: Die Aktie befindet sich nach einem verfehlten Ausbruch wieder in einer deutlichen Korrektur. Genau in solchen Phasen werden strategische Einstiege besonders interessant.
Aktuell notiert die Amazon-Aktie unter der wichtigen Value Area High des letzten Jahres – ein zunächst negatives Zeichen. Doch aus strategischer Sicht macht genau dies die Aktie zunehmend attraktiv. Gerade jetzt, da die Aktie günstiger wird, öffnen sich interessante Möglichkeiten für langfristige Einstiege.
Drei volumengewichtete Unterstützungen (Anchored VWAP) sind derzeit besonders hervorzuheben:
Diese Unterstützungen sollten Trader und Anleger unbedingt auf ihrem Radar haben. Die Aktie könnte durchaus noch tiefer fallen, doch genau in diesen Zonen könnten sich lukrative Chancen ergeben.
Trader haben verschiedene Möglichkeiten, sich strategisch in diese Unterstützungsbereiche hineinzuskalieren. Entweder werden Einstiege schrittweise („Eisbergmethode“) vorgenommen, oder Anleger warten auf klare untergeordnete Trendwechsel und erste bestätigte Ausbruchsbewegungen aus der Konsolidierung. Wichtig ist hierbei Geduld und Disziplin – der Einstieg erfolgt erst, wenn die Signale eindeutig sind.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Amazon aktuell aus Trendfolge-Sicht zunehmend interessant wird. Gerade weil sich die Aktie in einer klar definierten Korrektur befindet, bieten sich bald attraktive Gelegenheiten für strategische Käufe. Entscheidend bleibt jedoch, nicht zu früh zu kaufen und die erwähnten volumengewichteten Unterstützungen zu beachten. Wer geduldig bleibt und nicht der vermeintlichen Sicherheit falscher Signale verfällt, könnte hier einen hervorragenden Einstieg erwischen.
Herzliche Grüße aus Berlin,
Dennis Gürtler.
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