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Technische Indikatoren

Technische Indikatoren sind dazu entworfen worden, Trader mit Informationen über die Richtung und Nachhaltigkeit von Preisereignissen und die ihnen innewohnenden Trends zu informieren.

Was sind technische Indikatoren?

Oft handelt es sich um automatisierte Studien, die über den Chart gelegt werden, um zusätzliche Informationen über die Richtung oder Perspektiven des Kurses eines Instruments darzustellen.

Indikatoren können im Chart selbst, in einem zweiten, abgetrennten Chart oder als Werte ohne jeglichen Chart dargestellt werden.

Wenn sie zusammen mit einem Chart verwendet werden, werden Indikatoren oft als Linien dargestellt. Die Interaktion dieser Linien oder zwischen diesen Linien – in Verbindung mit dem Kurs – wird dazu verwendet, kommende Kursveränderungen vorherzusagen.

Arten von Indikatoren

Wir haben eine Liste der meistgenutzten Indikatortypen unserer Kunden aufgestellt:

1. Unterstützung und Widerstand

Unterstützungs- und Widerstandslinien sind Barrieren, die eine Kursbewegung im Rahmen eines Preisereignisses nach oben und unten begrenzen. Das bedeutet, dass es sich dabei um Linien handelt, die der Kurs gemessen an seinem derzeitigen Impuls nicht über- oder unterschreiten kann.

Wenn sich ein Kurs auf Unterstützungs- oder Widerstandslinien zubewegt und dann von diesen abprallt, bewegt er sich oft in die Gegenrichtung. Unterstützungs- und Widerstandslinien verhalten sich wie der Boden und die Decke eines Zimmers. Sie umfassen Preisereignisse und definieren ihre Grenzen.

Falls diese Grenzen jedoch von einer Preisbewegung aufwärts durchbrochen werden, so wird die vorherige Widerstandslinie möglicherweise zur neuen Unterstützungslinie für den neuen Trend. Sollte sich der Preis jedoch anders herum nach unten bewegen und die Unterstützungslinie durchbrechen, so kann diese die Rolle der potenziellen neuen Widerstandslinie einnehmen.

Unterstützungs- und Widerstandslinien

Historische Unterstützungs- und Widerstandslinien können zusammen mit Preisereignissen dazu genutzt werden, mögliche Wendepunkte des Marktes zu erkennen und potenzielle Einstiegs- und Ausstiegspunkte für einen Trade zu kennzeichnen.

Diese Informationen sind essenziell, um Tradern dabei zu helfen, profitable Geschäfte zu machen und die Verluste bei schlechten Trades gering zu halten.

2. Gleitende Durchschnittslinie

Der gleitende Durchschnitt ist der durchschnittliche Kurs eines Instruments während eines definierten Zeitspanne.

Er wird durch Addition einer bestimmten Anzahl von Schlusspreisen innerhalb eines spezifischen Zeitraums berechnet.

Diese Gesamtzahl wird dann durch die Anzahl an Schlusspreisen geteilt.

Um beispielsweise einen gleitenden Durchschnitt für zehn Tage zu errechnen, werden die letzten zehn täglichen Schlusspreise addiert und dann durch zehn geteilt.

Es gibt vier Haupttypen gleitender Durchschnitte:

  • Einfach
  • Exponentiell
  • Geglättet
  • Gewichtet

Der Unterschied zwischen all diesen Typen liegt hauptsächlich in der Gewichtung der jüngsten Daten in dieser Serie und den Kalkulationen.

Gleitende Durchschnitte werden verwendet:

  • um Unterstützungs- und Widerstandsbereiche zu definieren;
  • um Einstiegs- und Ausstiegspunkte zu identifizieren;
  • um die Richtung eines Trends zu betonen;
  • um Kursfluktuationen und Störungen des Marktes herauszufiltern.

Die Richtung des gleitenden Durchschnitts zeigt an, ob im Markt ein bullischer oder bärischer Trend vorherrscht.

Mehrere gleitende Durchschnitte, jeweils über verschiedene Zeitspannen berechnet, können auf einen Chart angewendet werden, um Kurstrends über verschiedene Zeiträume zu vergleichen.

Wenn sich diese gleitenden Durchschnitte überschneiden, kann dies eine Trendänderung bestätigen. Das liegt daran, dass Indikatoren den Veränderungen im zugrundeliegenden Kurs folgen.

Indikatoren folgen zeitverzögert, wenn sich Trends ändern.

3. Oszillatoren

Oszillatoren dienen dazu, direkt bevorstehende Änderungen gegenüber derzeitig vorherrschenden Preistrends eines Instruments anzuzeigen. Sie erreichen dies, indem sie die Nähe eines Kurses zu den als überkauft und überverkauft definierten Grenzlinien hervorheben, die unabhängig vom Kurs selbst sind.

Oszillatoren zeigen das Potenzial einer Trendänderung an, identifizieren eine Trendänderung selbst aber nicht. Es ist wichtig anzumerken, dass Kurse diese Indikatoren ignorieren und ihren jeweiligen Trend fortsetzen können; sie überziehen dann in die entsprechende Richtung.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist ein Indikator, der aufzeigen kann, ob ein Instrument überkauft oder überverkauft zu sein scheint, indem er Vergleiche mit historischen Kursverläufen zieht.
Der Indikator reicht von 0 bis 100. Die Grenzen für „überverkauft” und „überkauft” liegen darin bei den Werten 30 bzw. 70.

  • Wenn sich der RSI-Indikator bis 70 oder höher bewegt und dann seinen Höchststand erreicht, kann das anzeigen, dass ein vorherrschender Aufwärtstrend bald demselben Trend folgt, was eine Verkaufsgelegenheit sein kann.
  • Wenn der Indikator im Gegensatz unter 30 rutscht und dann umkehrt, kann das einen Impulsverlust eines Abwärtstrends anzeigen, was eine Kaufgelegenheit darstellen kann.

In anderen Worten: Der Kurs und die Bewegung des RSI korrelieren.

Der stochastische Oszillator besteht aus zwei Linien, die in einem Bereich zwischen 0 und 100 % oszillieren.
Trader beobachten das Verhalten dieser Linien, ihre Interaktion miteinander und ihre Reaktion bei den Grenzlinien „überkauft” und „überverkauft” bei 20 % bzw. 80 %.

  • Wenn die Linien im Indikator bei 80 % oder höher einen Höchststand erreichen und danach abfallen, kann dies als Verkaufssignal gesehen werden.
  • Wenn die Linien einen Tiefststand bei 20 % oder niedriger erleben und dann wieder ansteigen, kann das als Kaufsignal gedeutet werden.

Divergenz zwischen den stochastischen Linien selbst oder gegenüber dem derzeitigen Preistrend ist auch von großem Interesse für Trader – ebenso wie die Punkte, an denen sich die beiden stochastischen Linien überschneiden.

Divergenz zwischen den stochastischen Linien

4. Retracements

Technische Analysten glauben, dass Märkte immer wieder zu einem Mittelwert zurückkehren und oftmals ihren bisherigen Kursgewinnen oder -verlusten entgegenwirken. Retracement-Indikatoren werden dazu genutzt, die potenziellen Bewegungen zu identifizieren und zu messen, die dann auftreten, wenn ein aktueller Trend endet und ein neuer, gegenläufiger Trend beginnt.

Das bekannteste dieser Werkzeuge ist das Fibonacci-Retracement, welches die Höchst- und Tiefststände einer vorherigen Kursbewegung abgreift und spezifische Preispunkte (auch: Retracement-Linien) zeichnet, die Trader beobachten können.

Diese Linien werden gemäß einer mathematischen Sequenz des italienischen Mathematikers Leonardo Fibonacci berechnet.

Fibonacci-Retracement

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